Naturschutzgebiet Rheindelta

Das Rheindelta am östlichen Bodensee ist eine beeindruckende Landschaft: Zwischen dem Alten Rhein an der Staatsgrenze Österreich/Schweiz und der Dornbirnerach sind rund 2000 ha Flachwasser, Schilfröhrichte, Feuchtwiesen und Auwälder geschützt. Das Feuchtgebiet ist ein bedeutendes Brut- und Rastgebiet für Vögel - bis heute wurden hier über 330 Vogelarten beobachtet. Auch die Pflanzen- und Kleintierwelt beeindruckt mit einer Vielzahl seltener Arten, wovon manche europaweit bedroht sind.
Gleichzeitig ist das Rheindelta auch ein Landwirtschafts- und viel besuchtes Erholungsgebiet. Entwässerungen führen zur Austrocknung und Versauerung der Streuwiesen landseitig des Hochwasserschutzdammes. Die Folgen sind Veränderungen in der Vegetation und teilweise dramatische Rückgänge der Wiesenvögel. Verbesserungen sind hier dringend erforderlich. Verstärkte Besucherlenkung und Information müssen ein reibungsloses Nebeneinander von Freizeitnutzung und Naturschutz gewährleisten. Und schließlich bietet die Mündung des Neuen Rheins mit den riesigen Sedimentablagerungen die für Mitteleuropa nahezu einmalige Chance, Lebensraumentwicklung zu beobachten und zu steuern. Es ist eine anspruchsvolle Herausforderung, alle Nutzungsinteressen zu berücksichtigen und gleichzeitig die naturnahen Lebensräume mit ihrer sensiblen Pflanzen- und Tierwelt langfristig zu erhalten.
Das Naturschutzgebiet Rheindelta ist ein Natura 2000-Gebiet gemäß der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie und der Vogelschutzrichtlinie der EU und ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung nach der Ramsar-Konvention.

Schutzgebietmanagement: Naturschutzverein Rheindelta www.rheindelta.org